Besonders wichtig für unser Wohlbefinden ist die Luftfeuchtigkeit in Wohnungen und Arbeitsräumen. Mit der richtigen Temperatur haben wir heute in der Regel kein Problem; wohl aber – und das hat durchaus mit dem Heizen zu tun – mit der Luftfeuchtigkeit. Vor allem im Winter, wenn viel geheizt werden muss, ist die Luft in den meisten Räumen viel zu trocken. Man merkt es daran, dass man sich nicht recht wohl fühlt, in der Nase ein trockenes, kribbelndes Gefühl hat, die Haut gespannt ist und der Teppichboden elektrische Schläge „austeilt”. Auch kostbare alte Möbel zeigen Risse, wenn die Luft auf Dauer zu trocken ist.

Vielleicht haben Sie Verdampfer an den Heizkörpern hängen? Sie verdampfen in aller Regel viel zu wenig. In einem normal beheizten Zimmer muss man pro Tag im Winter mindestens einen bis zwei Liter verdampfen, um eine durchschnittliche Luftfeuchtigkeit von nur 50 % zu bekommen. Das ist immer noch weniger, als die meisten Wohnungen im Sommer haben, wo die Werte zwischen 60 und sogar 80 % liegen können.

Bei diesen Prozentsätzen geht man immer von relativer Luftfeuchtigkeit aus. Was heißt das?
Eine im Freien bei 0 °C immerhin 70% relative Feuchte enthaltende Luft, wenn sie in ein 20 °C warmes Zimmer hereingelassen wird, plötzlich nur noch 20 % relative Feuchte enthält. Das hat mit der unterschiedlichen Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasserdampf zu tun.

Auf dem unteren Diagramm können Sie sehen, was das eben beschriebene Beispiel an tatsächlichem Wassergehalt in der Luft bedeutet. Gehen Sie links von 20 °C aus und betrachten Sie die Kurve mit 70%. Dann können Sie, wenn Sie die Kurve nach unten verfolgen, sehen, dass etwa 12,5 g Wasser im Raum sind, während es bei 0°C draußen nur 4 g Wasser wären. Je wärmer also die Luft wird, umso höher wird ihr Aufnahmevermögen für Wasser. Sie können dies selbst auch in der Sauna beobachten. Bevor Sie sie anschalten, beträgt die Luftfeuchtigkeit möglicherweise 70 %. Ist die Sauna heiß geworden, dann zeigt das Instrument an, dass dieselbe Luft nur noch ungefähr 20 % relative Feuchtigkeit enthält.

Das beste Mittel gegen zu trockene Luft in der Wohnung sind Pflanzen. Besonders geeignet sind Pflanzen, die viel Wasser benötigen. So zum Beispiel die Zimmerlinde, aber auch die Aralie, einige Drachenbaumarten, der Hibiscus, der Papyrus, die Schefflera usw.